Mit Matcha Tee abnehmen?

Gefühlte tausend Diät-Varianten und viele Meldungen über den schnellen Weg zum Wunschgewicht machen eines deutlich: Das ultimative Wundermittel wurde bisher leider weder ge- noch erfunden. Um nachhaltig die Idealfigur zu erreichen oder zu erhalten, hilft nur eine gründliche Umstellung der Lebens- und Ess-Gewohnheiten, die schließlich zu einer Normalisierung des Stoffwechsels führen, am besten in Kombination mit ausreichender köperlicher Bewegung.

Ein natürliches Mittel, das beim Abnehmen in vielen Blogs empfohlen wird ist beispielsweise Matcha Tee, das neue leckere und vielseitige Trend-Getränk aus Japan. Neben den anderen Grüntee-Sorten ergänzt er eine ausgewogene Ernährung. Beim Abnehmen mit Matcha Tee handelt es sich aber absolut nicht um eine Wunderdiät. Unserer Ansicht nach hilft Matcha Tee selbst nicht beim Abnehmen, das Trinken von Grüntee könnte aber deine Diät um ein leckeres und insbesondere kalorienarmes Getränk bereichern. 

Im Folgenden haben wir einige Ergebnisse aus ersten Studien zusammengetragen, die oftmals für die Behauptung, Matcha-Tee würde beim Abnehmen helfen, herangezogen werden. 

Die Wirkung von Matcha Tee

Warum Abnehmen mit Matcha, zumindest theoretisch, leichter gehen kann, liegt danach an mehreren Inhaltsstoffen im Grüntee. Denn Grüntee, insbesondere seine Edel-Ausgabe, der Matcha Tee, enthält eine spezielle Kombination aus Koffein und Catechinen. Studien zu dieser Kombination legen eine Beeinflussung der Verstoffwechselung von Fett und Kalorien in der folgenden Weise nahe: Im Darm wird weniger Fett aus der Nahrung aufgenommen und verarbeitet. Obendrein vermutet man bei der Gruppe der Catechine eine weitere wichtige Wirkung: Per Thermogenese regen sie den Stoffwechsel an, der Grundumsatz steigt, und Enzyme für die Verwertung von Fett, Lipase, blockieren. Ob Matcha selbst diesen Effekt erzeugt, ist bisher nicht belegt.

Eine wichtige Rolle beim Abnehmen spielt auch die Thermogenese, die Erzeugung von Körperwärme bereits im Ruhezustand oder im Zuge des ganz normalen Verdauungsprozesses nach einer Mahlzeit. Denn der Organismus muss Energie aufwenden, um die aufgenommene Nahrung zu verarbeiten. Dabei wird ein Teil der aufgenommenen Nährstoffe gleich wieder verbrannt. Matcha Tee bzw. seine Bestandteile zeigten in (nicht repräsentativen) Studien eben diese Wirkung: In der Leber und in bestimmten Fettgeweben kann der Organismus bei Bedarf über die Verbrennung von Fettsäuren Wäme erzeugen. Die beschriebenen thermogenetischen Prozesse werden, zumindest laut noch nicht repräsentativen Studien, durch den Genuss von Grüntee, auch Matcha Tee, stark angeregt. Viele wissenschaftliche Erhebungen und Studien der letzten Jahrzehnte liefern Hinweise darauf, dass die enthaltenen Catechine die thermogenetischen Prozesse kräftig ankurbeln. Belegt werden konnte davon bisher nichts. 

Grüntee enthält weiterhin reichlich Bitterstoffe. Diese Bitterstoffe sind in gutem, hochwertigem Matcha Tee zwar weniger stark vertreten als in anderen Grüntee-Arten. Vorhanden sind sie dennoch. über die Bitterstoffe werden beim Genuss einer Tasse Grüntee nach einer Mahlzeit die Geschmacksrezeptoren für Bitteres und nicht die für Süßes angesprochen. 

Und noch aus einem anderen Grund wird (bisher ohne belastbare Belege) behauptet, Matcha Tee könnte sich zum Abnehmen eignen: Wer über eine gesunde Darmflora verfügt, hat ebenfalls seltener Verlangen nach Süßem und nach schnell verdaulichen Kohlehydraten. Darmpilze leben nämlich praktisch von Kohlehydraten und Zucker. Über ihren eigenen Bedarf steigern sie den Appetit ihres unfreiwilligen Ernährers auf Nahrungsmittel, die sich aufgrund ihrer Kalorienbilanz und ihrer raschen, leichten Verdaulichkeit ungünstig auf die Figur auswirken. Grüntee könnten so also helfen, eine aus dem Lot geratene Darmflora samt dem an sie gekoppelten Essverhalten allmählich wieder zu normalisieren. Belastbare Studien zu dieser These lassen noch auf sich warten.

Auch wenn wir gerne ein anderes Ergebnis präsentieren würden: Wer seine Fettverbrennung und seinen Grundumsatz in Schwung bringen und Heißhungerattacken verhindern, und dabei noch seine Leberfunktion und seinen Östrogenspiegel regulieren möchte, der kommt um eine Ernährungsumstellung und sportliche Betätigung nicht herum. Allerdings kann bei diesem Vorgang Matcha auf jeden Fall eine Stütze sein: Er schmeckt einfach gut! Im Gegenzug enthält er nur 10 kcal pro 100 ml und liegt damit nur knapp über Leitungswasser. Matcha kann also dein treuer Freund und Begleiter in einer Diät werden.



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Fazit: Matcha Tee unterstützt (theoretisch) das Abnehmen, Beweise gibt es aber keine. 

Zusammengefasst konnten wir viele Behauptungen in Bezug auf die Wirkung von Grüntee und insbesondere Matcha Tee auf den Stoffwechsel bei einer Diät finden, von denen wir keine verifizieren konnten. Belastbare Studien fehlen zu dieser Thematik leider noch, deshalb heißt es auch hier: Probieren geht über Studieren!

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